Eine Einbauküche ist der Klassiker, weil sie kein Möbelstück von der Stange ist, sondern eine millimetergenaue Antwort auf Ihren Raum. Schränke, Geräte und Arbeitsplatte greifen ineinander – geplant vom ersten Aufmaß bis zur letzten Schraube.
Jede Etappe baut auf der vorigen auf.
Wir beschreiben hier bewusst den ganzen Weg, weil die meisten Fehler nicht beim Möbel, sondern zwischen den Etappen entstehen – etwa wenn ohne Aufmaß bestellt wird.
Wie kochen Sie, wie viele Personen, wie viel Stauraum, welche Geräte sind gesetzt? Aus diesen Antworten entsteht die Zonen-Logik: Vorräte, Spülen, Vorbereiten, Kochen. Erst der Bedarf, dann das Möbel.
Wände sind selten rechtwinklig. Wir erfassen Längen, Höhen, Fensterbänke, Heizkörper sowie Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse. Diese Werte sind die Grundlage jeder verbindlichen Bestellung.
Am Bildschirm entsteht Ihre Küche räumlich: Fronten, Grifflinie, Sockelhöhe, Auszüge. Sie sehen vorab, wie sich Licht und Wege anfühlen – und können Varianten durchspielen, bevor etwas gebaut wird.
Aus der finalen Planung wird ein verbindliches Angebot mit Korpus, Fronten, Arbeitsplatte, Geräten, Lieferung und Montage. Keine Überraschung beim Anschluss – der Umfang steht schwarz auf weiß fest.
Die Teile kommen zerlegt an und werden vor Ort zusammengesetzt, ausgerichtet und angeschlossen. Sockel und Arbeitshöhe passt das Montageteam des Studios an die Nutzer an; die Standard-Arbeitshöhe liegt bei etwa 90 bis 95 cm.
Der unsichtbare Teil entscheidet über die Lebensdauer. Der Korpus besteht üblicherweise aus melaminbeschichteter Spanplatte in 16, 18 oder 19 mm Stärke – die dickere Rückwand und Seite trägt schwere Auszüge ruhiger. Auf dem Korpus sitzt der Sockel mit rund 10 bis 15 cm; er verstellt die Höhe und schützt vor Feuchte. So kommt die Arbeitsfläche auf die ergonomisch sinnvollen 90 bis 95 cm, die wir bei Bedarf an die Körpergröße der Hauptnutzer anpassen.
Bei den Fronten reicht die Bandbreite von robustem Melamin über Folienfronten in Matt oder Hochglanz bis zu Lack und furniertem Echtholz. Die Wahl ist nicht nur Optik: Hochglanz zeigt Fingerabdrücke stärker, mattes Lack wirkt ruhig, Folie ist unkompliziert im Alltag. Die Arbeitsplatte trägt die eigentliche Beanspruchung – Schichtstoff ist günstig und pflegeleicht, Massivholz warm, aber pflegeintensiv, während Quarzkomposit und Keramik kratz- und hitzefest sind und entsprechend im Preis liegen.
Die Geräte werden bündig integriert: Backofen in 60 cm, ein Induktions- oder Cerankochfeld, dazu ein Dunstabzug als Kopffreihaube oder Muldenlüftung, eine Kühl-Gefrier-Kombination in der passenden Nischenhöhe und ein Geschirrspüler in 45 oder 60 cm, teil- oder vollintegriert. Ordnung entsteht über das Arbeitsdreieck aus Spüle, Kochstelle und Kühlung – ideal sind Wege zwischen 1,2 und 2,7 m, sodass keine unnötigen Schritte anfallen.
Genauso wichtig ist der Innenausbau, den man erst im Alltag zu schätzen lernt. Vollauszüge machen tiefe Schränke bis nach hinten nutzbar, Innenschubladen sortieren Besteck und Vorräte, und ein Apothekerauszug bringt schmale Reserven direkt vor Augen. In der Ecke sorgen Karussell oder Le-Mans-Auszug dafür, dass der Winkel nicht zum toten Raum wird. Diese Details entscheiden mehr über den täglichen Komfort als die Farbe der Front – deshalb gehören sie von Anfang an in die Planung des beauftragten Studios und nicht erst, wenn der Rest schon steht.
| Qualitätsstufe | Richtwert pro laufendem Meter |
|---|---|
| Budget-Zeile ohne Geräte | ab ~2.500 € |
| Budget-Qualität | ~300–599 €/lfm |
| Standard-Qualität | ~600–999 €/lfm |
| Premium-Qualität | bis ~1.400 €/lfm |
Zwei Posten werden gern übersehen: Geräte machen oft 20 bis 30 % des Budgets aus, und für Montage, Anschluss und Entsorgung der Altküche kommen typischerweise 1.500 bis 3.000 € hinzu. Wir weisen beides im Festpreis offen aus.
Der bundesweite Mittelwert einer Komplettküche lag 2025 bei rund 12.177 € und stieg Anfang 2026 auf etwa 12.404 €. Nach oben und unten ist die Spanne breit – von funktionalen Lösungen ab circa 3.000 € bis zu Design-Küchen jenseits von 30.000 €.
↳ Marktdaten: AMK / Kaskade, Stand 2025/26Rechnen Sie mit einer Buyer Journey von rund drei bis vier Monaten. Nach der Bestellung liegt die Lieferzeit meist bei sechs bis acht Wochen, in den Sommermonaten eher zehn bis zwölf. Die eigentliche Montage vor Ort dauert in der Regel etwa zwei Tage.
Ja. Erst das exakte Aufmaß im Raum legt Wand-, Fenster- und Anschlussmaße verbindlich fest. Ohne diesen Schritt drohen Passungenauigkeiten bei Nischen, Ecken und Geräteauszügen – die Bestellung erfolgt deshalb immer nach dem Aufmaß, nicht davor.
Die häufigste Grundsatzfrage lautet: geplante Einbauküche oder vorgefertigte Standard- beziehungsweise Modulküche aus festen Schrankmaßen. Beides hat seinen Platz – hier die ehrliche Gegenüberstellung.
Dafür:
Dagegen:
Dafür:
Dagegen:
Wer den Raum voll nutzen und die Ergonomie selbst bestimmen will, fährt mit der Planung besser. Wie weit das gehen kann, zeigt die Küche nach Maß; typische Stolpersteine beschreibt unser Ratgeber zu Küchenplanung-Fehlern.
An einer Einbauküche entscheiden vor allem drei Posten, wo Sie innerhalb der Spanne landen. Sie lassen sich unabhängig voneinander drehen, ohne die Grundplanung umzuwerfen.
Zur groben Einordnung: Der bundesweite Durchschnitt einer Komplettküche lag Anfang 2026 bei etwa 12.404 € (2025: 12.177 €). Wo Ihre Küche landet, hängt weniger an der Grundform als an diesen drei Hebeln.
Diese Punkte kosten später Nerven, wenn sie erst nach der Bestellung auffallen. Aufklappen für Details:
Spüle, Kochfeld und Kühlung bilden den meistgelaufenen Weg. Als Faustregel sollten die Strecken zwischen den drei Punkten zusammen zwischen 1,2 und 2,7 m liegen. Zu eng wird es hektisch, zu weit kostet jeder Handgriff zusätzliche Schritte.
Wo Kaffeemaschine, Wasserkocher und Dunstabzug später stehen, entscheidet über die Zahl und Lage der Steckdosen. Diese Positionen gehören in die Planung, bevor gefliest wird – nachträglich sind sie aufwendig und selten schön zu lösen.
In tiefen Unterschränken verschwindet hinter festen Böden viel Stauraum. Vollauszüge ziehen den ganzen Inhalt nach vorn ans Licht. Der Aufpreis lohnt vor allem für Töpfe, Vorräte und alles, was oft gebraucht wird.
Die Standardhöhe von 90 bis 95 cm passt nicht für jeden. Über den Sockel lässt sich die Arbeitsfläche an die Körpergröße der Hauptnutzer angleichen – ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung auf den Rücken. Weitere Materialentscheidungen behandelt unser Arbeitsplatten-Vergleich.
Sie nennen uns Ihre Eckdaten, wir verbinden Sie mit einem passenden Küchenstudio – 3D-Planung und Beratung dort sind kostenlos, und Sie sehen Ihre Küche, bevor Sie sich festlegen. Verwandte Grundriss-Typen finden Sie unter L-Form-Küche und kleine Küchen.